Kennzahl des Monats: Die Personalkostenquote

Die Personalkostenquote gibt das Verhältnis zwischen den Personalkosten und dem Rohertrag an. Zu den Personalkosten gehören dabei die (Brutto-) Gehälter bzw. Löhne und die Sozialabgaben. Aus Gründen der Vergleichbarkeit sollten Personengesellschaften (Einzelunternehmen, OHG, KG) ein sogenanntes kalkulatorisches Geschäftsführergehalt in Höhe ihrer üblichen Privatentnahmen ansetzen. Wer selbstständige Verkäufer beschäftigt, die eine Provisionsrechnung schreiben, oder regelmäßig externe Werkstatt-Monteure einsetzt, sollte den Aufwand dafür ebenfalls den Personalkosten zuordnen, um kein „Kennzahlen-Tuning“ zu betreiben.

Der Rohertrag ist die Differenz zwischen Umsatz und Wareneinsatz und kann nur bei sauberer Bestandsführung korrekt ermittelt werden. Wegen der Branchen-typischen saisonalen Schwankungen empfiehlt es sich, diese Kennzahl in einem größeren Zeitraum kumuliert zu betrachten. Wir verwenden bei CaraControl z.B. immer einen rollierenden 12-Monatszeitraum.

Warum setzt man den Rohertrag und nicht den Umsatz an?

Weil es vergleichsweise einfach ist, den Umsatz mit hohen Nachlässen und damit schlechten Erträgen zum Zwecke des bereits oben erwähnten „Kennzahlen-Tunings“ anzuheben, sämtliche Kosten aber nur von dem Geld bedient werden können, das am Ende übrig bleibt – und das ist der Rohertrag.

Je weniger desto besser?

Nicht ganz. Dass zu hohe Personalkosten den Gewinn schmälern, dürfte kein Geheimnis sein. Dabei stellt sich stets die Frage, ob zu viel Personal an Bord ist, oder dieses aus den verschiedensten Gründen nicht effektiv und produktiv genug arbeitet, damit mehr Ertrag erwirtschaftet werden kann. Ein Arbeitsplatzabbau führt hier selten zum Ziel – die Arbeit muss ja trotzdem gemacht werden.

Es ist aber auch zu beobachten, dass eine zu niedrige Personalkostenquote fast immer ein Zeichen dafür ist, dass zu wenig Personal beschäftigt ist oder die Qualifikation nicht ausreicht.

Insofern bewegt sich ein Unternehmen der Caravaning-Branche in einem ähnlich schmalen Drehzahlband wie ein großer Dieselmotor: Zu viel ist definitiv auf Dauer schlecht, mit zu wenig – also eine „untertourige“ Fahrweise – tut man seinem Unternehmen (dem „Motor“) auch nichts Gutes.

Bin ich jetzt gut oder schlecht?

Ganz einfach: Rufen Sie uns unter +49 (0) 69 1504 3528 20 an oder senden Sie uns ein E-Mail und wir besprechen mit Ihnen kostenlos und unverbindlich ihre Personalkennzahlen.

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