Kennzahl des Monats: Die Rohertragsquote

In diesem Beitrag nehmen wir eine der wichtigsten Kennzahlen im Caravaning-Handel unter die Lupe: Die Rohertragsquote. Sie misst das Verhältnis von Rohertrag zum Umsatz.

Die Definition des Umsatzes dürfte relativ klar sein: Gemeint sind damit alle Erlöse aus dem Verkauf von Fahrzeugen, der Vermietung, aus Werkstatt und Shop. Den Rohertrag, der gerne auch als “Reingewinn” bezeichnet wird, erhält man, wenn vom Umsatz der Wareneinkauf abgezogen wird.

Kleines Beispiel: Kauft ein Händler einen Caravan für 18.000 EUR ein und verkauft ihn für 20.000 EUR an einen Kunden, so hat er einen Umsatz von 20.000 EUR und einen Rohertrag von 2.000 EUR. Die Rohertragsquote beträgt 10 %. Einkaufskonditionen und Nachlassverhalten haben also einen direkten Einfluss auf Rohertrag und Rohertragsquote.

Welchen Wert soll die Rohertragsquote haben?

Wie so oft kann diese Frage nicht pauschal beantwortet werden. Die Rohertragsquote hängt nämlich nicht nur von der Qualität der Geschäfte, sondern auch und vor allem vom Geschäftsmodell des Händlers ab.

Im folgenden Beispiel vergleichen wir zwei Händler, die in TEUR den gleichen Rohertrag aufweisen, aber mit unterschiedlichen Geschäftsmodellen arbeiten:

Während Händler A einen hohen Umsatz mit dem Fahrzeughandel erzielt und die Dienstleistungsbereiche Vermietung, Werkstatt und Shop eher vernachlässigt, ist Händler B gerade in diesen drei Segmenten stark. Die Rohertragsquoten der einzelnen Abteilungen sind dabei gleich, der Rohertrag in TEUR im Gesamtunternehmen auch. Viele Wege führen also zum selben Ziel.

Dieses Beispiel zeigt auch die Bandbreiten der Rohertragsquote, die im Caravaning tatsächlich zwischen 10 % und 20 % liegen kann. Kleinere Händler erzielen dabei in der Regel eine höhere Rohertragsquote.


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